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Frühling 2005

geschaut

Neu in der ARGEkultur

Südwind – Der Informationsdienst für Entwicklungspolitik (ÖIE)

Der ÖIE ging als parteiunabhängige und überkonfessionelle Einrichtung aus dem „Österreichischen Jugendrat für Entwicklungshilfe“ hervor. Die Regionalstelle in Salzburg wurde 1979 gegründet. Breit angelegte Bildungskampagnen bilden seither die Eckpfeiler der Arbeit. Viele Kampagnen des ÖIE standen unter dem Motto „Global denken – lokal handeln“.

Anna Hable-Maier, Gründungsmitglied und Regionalstellenleiterin von 1979 bis 1989, und Christa Renoldner, die Gründerin des ÖIE in Salzburg, Alfred Renoldner, Burgi Pölsler, Ilse Hanak, Paul Pirker und viele mehr haben die entwicklungspolitische Bewusstseinsarbeit maßgeblich in Bahnen gelenkt. Eng mit der EZA-Szene und dem Südwind verbunden ist Jean-Marie Krier, der wesentlich zum Fortbestand des Vereins beigetragen hat. Nach wie vor ist die Armutsbekämpfung eines der vorrangigen Ziele, bei der sich nicht allzu viel bewegt hat.

Bereits 1988 unterzeichneten 800.000 ÖsterreicherInnen die Forderung nach einer Erhöhung der Entwicklungshilfe. 2004 steht Österreich als drittreichstes Land Europas bei den Ausgaben für Entwicklungshilfe mit 0,22% des BIP an letzter Stelle gemeinsam mit Italien.

Das Land Salzburg hat seine Mittel für die Entwicklungsausgaben von mageren 0,02% auf zumindest 0,22% des Landesbudgets, das sind 307.000 Euro, erhöht. Dazu haben die Nicht-Regierungsorganisationen (NGOs) maßgeblich beigetragen. Die schulische Bildungsarbeit mit den Workshops für Kinder und Jugendliche versucht globale Zusammenhänge sichtbar machen. Pro Jahr werden ca. 200 Workshops in Stadt und Land Salzburg durchgeführt.

Ein Beispiel für nachhaltiges Wirtschaften ist der erste „bio&fair“-Laden in Seekirchen, der Bio-Landwirtschaft und Fairen Handel erfolgreich realisiert. ÖIE-Standpunkt ist aber auch: Jede und jeder sollte sich auch fragen, was die Ursachen von Armut und Ungerechtigkeit und was hemmende Faktoren für die Reduzierung der Armut sind.




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